NeomadCity Dubai

Projekt Beschreibung

Unser „N(e)omadCity“-Projekt wurde mit dem ersten Preis beim internationalen Ideenwettbewerbs „Sharjah Water Village“ ausgezeichnet. Der große Erfolg des Projekts kam überraschend für uns, wirft die sehr gesellschaftskritische Idee doch überaus unangenehme Fragen auf. In der regionalen akademischen Diskussion der Emirate findet kaum eine fundamentale Kritik an der Methodik der Raumproduktion statt, um so erstaunlicher war die Auszeichnung, die von einer Gastvorlesung, einem Workshop und Publikationen in Sharjah und Dubai begleitet wurde.

Grundlage der Konzeption ist die Idee, eines der attraktivsten Grundstücke des Emirats Sharjah nicht mit weiteren Luxusimmobilien zu besetzen, sondern die Situation zu nutzen, um ein Statement zur sozialen und pluralistischen Stadt abzugeben. In den Vereinigten Arabischen Emiraten stehen den etwa 4 Millionen Einwohnern etwa 4 Millionen Gastarbeiter gegenüber. Diese erzeugen mit ihrer Arbeitskraft zwar spektakuläre Räume, im Stadtbild wie auch im gesellschaftlichen Leben sind sie allerdings nicht präsent. Mit dem Ziel, dies zu ändern, generieren wir eine für den Kontext typische Infrastruktur (Inseln, Grünanlagen, Hochhäuser), tauschen den Kern dieser High-End-Projekte jedoch aus. Statt Luxusappartments bieten wir den Gastarbeitern, die als globale Nomaden um die Welt ziehen, an ihr Stück Heimat zu schaffen und mit diesem Stück Heimat an der Stadt teil zu haben.

Der Entwurf wurde, wie erwartet, nicht realisiert, erzeugte aber als Diskussionsbeitrag eine äußerst lebhafte Diskussion im akademischen Umfeld der American University of Sharjah und wurde auch bei uns entsprechend publiziert. Die Versuche, in einen kritischen Dialog mit Entwickler wie etwa Amaar oder politischen Stakeholdern zu treten und deren Position kritisch zu diskutieren, scheiterten allerdings kläglich.

Projekt Details

Client: Arquitectum / Peru

Tags: Global, Stadtplanung

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